Kalenderblatt

Bonaventura

"Doctor devotus", der ergebene Lehrer, lautet einer von Bonaventuras (um 1220-1274) zahlreichen Titeln – dabei hätte der bedeutende Kirchenlehrer allen Grund zum Stolz gehabt: Geboren wurde der Arztsohn nahe Viterbo (heute Italien) unter dem Namen Giovanni di Fidanza. Der Überlieferung nach soll er als schwerkrankes Kind von Franz von Assisi persönlich geheilt worden sein. Mit Blick auf den nun gesunden Jungen habe der Ordensgründer ausgerufen: "oh buona ventura!" (oh gute Fügung). Nach Giovannis Studium der allgemeinen Wissenschaften in Paris, trat er dem Franziskaner-Minoritenorden bei und nahm den Namen "Bonaventura" an. 1256 promovierte er in Philosophie und Theologie, ein Jahr darauf wurde er zusammen mit dem Dominikaner Thomas von Aquin Professor in Paris. Bonaventura verfasste zahlreiche theologische Schriften, die heute als Höhepunkt mittelalterlicher Scholastik gelten. Nebenher sorgte Bonaventura als Ordensgeneral für einen Ausgleich zwischen radikalen und gemäßigten Brüdern, die das Armutsgelübde unterschiedlich interpretierten. Bei alledem soll der gefragte Theologe ungewöhnlich bescheiden geblieben sein: Als Papst Gregor X. ihn zum Kardinal ernannte und Boten mit dem Kardinalshut zu ihm schickte, hätten diese ihn beim Geschirrspülen im Klostergarten angetroffen. "Hängt den Kardinalshut an einen Baum, bis ich fertig bin", soll Bonaventura geantwortet haben. Er starb kurz vor der Beendigung des von ihm vorbereiteten Konzils von Lyon am 15. Juli 1274. Papst Sixtus IV. sprach ihn 1482 heilig und Papst Sixtus V. erklärte ihn 1588 zum Kirchenlehrer.

Bild: © KNA

Gebet des Tages

Gott, du ewige Weisheit und Liebe,

gib uns die Gnade,
dass wir nach dem Vorbild des heiligen Bonaventura
beharrlich deine Wahrheit suchen
und nach immer größerer Liebe streben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Jes 1,10-17)

Wascht euch, reinigt euch! Hört auf, Böses zu tun!

Hört das Wort des HERRN, ihr Wortführer von Sodom!
Horcht auf die Weisung unseres Gottes,
   Volk von Gomórra!
Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern?,
   spricht der HERR.
Die Brandopfer von Widdern
   und das Fett von Mastkälbern habe ich satt
und am Blut der Stiere, Lämmer und Böcke
   habe ich kein Gefallen.
Wenn ihr kommt,
   um vor meinem Angesicht zu erscheinen -
   wer hat von euch verlangt,
   dass ihr meine Vorhöfe zertrampelt?

Bringt mir nicht länger nutzlose Gaben,
   Räucheropfer, die mir ein Gräuel sind!
Neumond und Sabbat,
   das Ausrufen von Festversammlungen,
   ich ertrage nicht Frevel und Feier.
Eure Neumonde und Feste
   sind mir in der Seele verhasst,
sie sind mir zur Last geworden,
   ich bin es müde, sie zu ertragen.

Wenn ihr eure Hände ausbreitet,
   verhülle ich meine Augen vor euch.
Wenn ihr auch noch so viel betet,
   ich höre es nicht.
Eure Hände sind voller Blut.

Wascht euch, reinigt euch!
Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen!
Hört auf, Böses zu tun!
Lernt, Gutes zu tun!
Sucht das Recht!
Schreitet ein gegen den Unterdrücker!
Verschafft den Waisen Recht,
   streitet für die Witwen!

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 50 (49),8-9.16b-17.21 u. 23 (R: vgl. 23b))

Kv Wer den rechten Weg beachtet, der schaut Gottes Heil. - Kv

„Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich, *
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Aus deinem Haus nehme ich keinen Stier an, *
keine Böcke aus deinen Hürden. - (Kv)

Was zählst du meine Gebote auf *
und führst meinen Bund in deinem Mund?
Dabei war Zucht dir verhasst, *
meine Worte warfst du hinter dich. - (Kv)

Das hast du getan und ich soll schweigen? /
Meinst du, ich bin wie du? *
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Dankes bringt, ehrt mich; *
wer den rechten Weg beachtet, den lasse ich das Heil Gottes schauen.“ - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 10,34 - 11,1)

Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
Denkt nicht,
   ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen!
Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen,
   sondern das Schwert.
Denn ich bin gekommen,
   um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien
   und die Tochter mit ihrer Mutter
   und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,
   ist meiner nicht wert,
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,
   ist meiner nicht wert.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt,
   ist meiner nicht wert.
Wer das Leben findet,
   wird es verlieren;
wer aber das Leben um meinetwillen verliert,
   wird es finden.

Wer euch aufnimmt,
   der nimmt mich auf,
und wer mich aufnimmt,
   nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist,
   wird den Lohn eines Propheten erhalten.

Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist,
   wird den Lohn eines Gerechten erhalten.

Und wer einem von diesen Kleinen
   auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt,
   weil es ein Jünger ist -
   amen, ich sage euch:
Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte,
   zog er weiter,
   um in den Städten zu lehren und zu predigen.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Wort Gottes, dessen Macht und Ruf
im Urbeginn die Welt erschuf.
Du bist der Anfang und das Ende.

Der Himmel und die ganze Welt
sind deiner Hoheit unterstellt.
Du bist der Zeiten Lot und Wende.

Die Weisheit baute sich ein Haus,
darin spricht Gott sich selber aus,
und dieses Wort hat uns getroffen.

Nun ist die Welt nicht mehr so leer,
nicht mehr die Last so drückend schwer:
Der Weg zum Vater steht uns offen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Selig, die in deinem Hause wohnen. Sie loben dich allezeit.

Psalm Ps 84 (83),2-13

Heimweh nach dem Tempel
Wir haben hier keine Stadt, die bestehen bleibt, sondern wir suchen die künftige. (Hebr 13,14)

Wie liebenswert ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen! +
Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht *
nach dem Tempel des Herrn.

Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu, *
ihm, dem lebendigen Gott.

Auch der Sperling findet ein Haus +
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen - *
deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein Gott und mein König.

Wohl denen, die wohnen in deinem Haus, *
die dich allezeit loben.

Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir, *
wenn sie sich zur Wallfahrt rüsten.

Ziehen sie durch das trostlose Tal, +
wird es für sie zum Quellgrund, *
und Frühregen hüllt es in Segen.

Sie schreiten dahin mit wachsender Kraft; *
dann schauen sie Gott auf dem Zion.

Herr der Heerscharen, höre mein Beten, *
vernimm es, Gott Jakobs!

Gott, sieh her auf unsern Schild, *
schau auf das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums *
ist besser als tausend andere.

Lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes *
als wohnen in den Zelten der Frevler.

Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild. *
Er schenkt Gnade und Herrlichkeit;

der Herr versagt denen, die rechtschaffen sind, keine Gabe. *
Herr der Heerscharen, wohl dem, der dir vertraut!

Antiphon

Selig, die in deinem Hause wohnen. Sie loben dich allezeit.

2. Antiphon

Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn.

Canticum Jes 2,2-5

Der Gottesfriede kommt vom Zion
Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster Berg. Alle Völker werden kommen und dich anbeten. (Jes 2,2; Offb 15,4d)

Am Ende der Tage wird es geschehen: +
Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge; *
er überragt alle Hügel.

Zu ihm strömen alle Völker. *
Viele Nationen machen sich auf den Weg.

Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn *
und zum Haus des Gottes Jakobs.

Er zeige uns seine Wege, *
auf seinen Pfaden wollen wir gehen.

Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, *
aus Jerusalem sein Wort.

Er spricht Recht im Streit der Völker, *
er weist viele Nationen zurecht.

Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern *
und Winzermesser aus ihren Lanzen.

Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, *
und übt nicht mehr für den Krieg.

Ihr vom Haus Jakob, *
kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn!

Antiphon

Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn.

3. Antiphon

Singt dem Herrn, alle Länder der Erde, und preist seinen Namen.

Psalm Ps 96 (95),1-13

Gott ist König und Richter der Welt
Sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Lebewesen und vor den Ältesten. (Vgl. Offb 14,3)

Singet dem Herrn ein neues Lied, *
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!

Singt dem Herrn und preist seinen Namen, *
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit, *
bei allen Nationen von seinen Wundern!

Denn groß ist der Herr und hoch zu preisen, *
mehr zu fürchten als alle Götter.

Alle Götter der Heiden sind nichtig, *
der Herr aber hat den Himmel geschaffen.

Hoheit und Pracht sind vor seinem Angesicht, *
Macht und Glanz in seinem Heiligtum.

Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, *
bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!

Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, *
spendet Opfergaben und tretet ein in sein Heiligtum!

In heiligem Schmuck werft euch nieder vor dem Herrn, *
erbebt vor ihm, alle Länder der Erde!

Verkündet bei den Völkern: *
Der Herr ist König.

Den Erdkreis hat er gegründet, so dass er nicht wankt. *
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke, *
es brause das Meer und alles, was es erfüllt!

Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst! *
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes

vor dem Herrn, wenn er kommt, *
wenn er kommt, um die Erde zu richten.

Er richtet den Erdkreis gerecht *
und die Nationen nach seiner Treue.

Antiphon

Singt dem Herrn, alle Länder der Erde, und preist seinen Namen.

KURZLESUNG Hebr 13,7-9a

Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach!
Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.
Lasst euch nicht durch mancherlei fremde Lehren irreführen!

RESPONSORIUM

R Jerusalem, ich habe dir Wächter gegeben, * den Namen Gottes sollen sie verkünden. - R
V Sie dürfen nicht schweigen bei Tag und bei Nacht. * Den Namen Gottes sollen sie verkünden.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Nicht ihr werdet reden, sondern der Geist eures Vaters redet durch euch. (O: Halleluja.)

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Nicht ihr werdet reden, sondern der Geist eures Vaters redet durch euch. (O: Halleluja.)

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Jesus Christus, der Gute Hirt, der sein Leben hingegeben hat für die Seinen. Zu ihm lasst uns beten:

R Herr, sei du der Hirte deines Volkes.

Du hast im Wirken des heiligen N. deine Liebe sichtbar gemacht;
- lass uns heute auf seine Fürbitte dein Erbarmen erfahren.

Du hast durch große Seelsorger immer wieder deine Kirche erneuert;
- schenke uns auf ihre Fürbitte die Gnade der Bekehrung.

Durch den Dienst heiliger Seelsorger hast du dich der Armen und Schwachen angenommen;
- schenke uns auf ihre Fürsprache die Kraft, den Schwachen zu dienen.

Durch die Predigt und das Beispiel heiliger Seelsorger hast du vielen den Weg zum Himmel gewiesen;
- hilf uns, auf ihre Fürsprache diesen Weg zu finden.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, du ewige Weisheit und Liebe, gib uns die Gnade, dass wir nach dem Vorbild des heiligen Bonaventura beharrlich deine Wahrheit suchen und nach immer größerer Liebe streben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

Psalm Ps 119,89-96

Gottes Gesetz ist meine Freude
Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. (Joh. 13,34)

I

Herr, dein Wort bleibt auf ewig, *
es steht fest wie der Himmel.

Deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht; *
du hast die Erde gegründet, sie bleibt bestehen.

Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute *
und dir ist alles dienstbar.

Wäre nicht dein Gesetz meine Freude, *
ich wäre zugrunde gegangen in meinem Elend.

Nie will ich deine Befehle vergessen; *
denn durch sie schenkst du mir Leben.

Ich bin dein, errette mich! *
Ich frage nach deinen Befehlen.

Frevler lauern mir auf, um mich zu vernichten; *
doch mein Sinn achtet auf das, was du gebietest.

Ich sah, dass alles Vollkommene Grenzen hat; *
doch dein Gebot kennt keine Schranken.

Antiphon

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

2. Antiphon

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

II

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. *
Lass mich doch niemals scheitern!

Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit, *
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort, *
zu dem ich allzeit kommen darf.

Du hast mir versprochen zu helfen; *
denn du bist mein Fels und meine Burg.

Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers, *
aus der Faust des Bedrückers und Schurken!

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht, *
meine Hoffnung von Jugend auf.

Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich, +
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer; *
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Für viele bin ich wie ein Gezeichneter, *
du aber bist meine starke Zuflucht.

Mein Mund ist erfüllt von deinem Lob, *
von deinem Ruhm den ganzen Tag.

Verwirf mich nicht, wenn ich alt bin, *
verlass mich nicht, wenn meine Kräfte schwinden.

Denn meine Feinde reden schlecht von mir, *
die auf mich lauern, beraten gemeinsam;

sie sagen: «Gott hat ihn verlassen. +
Verfolgt und ergreift ihn! *
Für ihn gibt es keinen Retter.»

Gott, bleib doch nicht fern von mir! *
Mein Gott, eile mir zu Hilfe!

Alle, die mich bekämpfen, *
sollen scheitern und untergehn;

über sie komme Schmach und Schande, *
weil sie mein Unglück suchen.

Ich aber will jederzeit hoffen, *
all deinen Ruhm noch mehren.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden +
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag; *
denn ich kann sie nicht zählen.

Antiphon

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

3. Antiphon

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

III

Ich will kommen in den Tempel Gottes, des Herrn, *
deine großen und gerechten Taten allein will ich rühmen.

Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf *
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.

Auch wenn ich alt und grau bin, *
o Gott, verlass mich nicht,

damit ich von deinem machtvollen Arm der Nachwelt künde, +
den kommenden Geschlechtern von deiner Stärke *
und von deiner Gerechtigkeit, Gott, die größer ist als alles.

Du hast Großes vollbracht. *
Mein Gott, wer ist wie du?

Du ließest mich viel Angst und Not erfahren. +
Belebe mich neu, *
führe mich herauf aus den Tiefen der Erde!

Bring mich wieder zu Ehren! *
Du wirst mich wiederum trösten.

Dann will ich dir danken mit Saitenspiel *
und deine Treue preisen;

mein Gott, du Heiliger Israels, *
ich will dir auf der Harfe spielen.

Meine Lippen sollen jubeln, +
denn dir will ich singen und spielen, *
meine Seele, die du erlöst hast, soll jubeln.

Auch meine Zunge soll von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen Tag. *
Denn alle, die mein Unglück suchen, müssen vor Scham erröten und scheitern.

Antiphon

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

KURZLESUNG 1 Tim 4,16

Achte auf dich selbst und auf die Lehre; halte daran fest. Wenn du das tust, rettest du dich und alle, die auf dich hören.

RESPONSORIUM

V Der Herr hat ihn als seinen Knecht erwählt. (O: Halleluja)
R Jakob, sein Erbe, zu weiden. (O: Halleluja)

Oration

Gott, du ewige Weisheit und Liebe, gib uns die Gnade, dass wir nach dem Vorbild des heiligen Bonaventura beharrlich deine Wahrheit suchen und nach immer größerer Liebe streben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

Psalm Ps 119,89-96

Gottes Gesetz ist meine Freude
Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. (Joh. 13,34)

I

Herr, dein Wort bleibt auf ewig, *
es steht fest wie der Himmel.

Deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht; *
du hast die Erde gegründet, sie bleibt bestehen.

Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute *
und dir ist alles dienstbar.

Wäre nicht dein Gesetz meine Freude, *
ich wäre zugrunde gegangen in meinem Elend.

Nie will ich deine Befehle vergessen; *
denn durch sie schenkst du mir Leben.

Ich bin dein, errette mich! *
Ich frage nach deinen Befehlen.

Frevler lauern mir auf, um mich zu vernichten; *
doch mein Sinn achtet auf das, was du gebietest.

Ich sah, dass alles Vollkommene Grenzen hat; *
doch dein Gebot kennt keine Schranken.

Antiphon

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

2. Antiphon

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

II

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. *
Lass mich doch niemals scheitern!

Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit, *
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort, *
zu dem ich allzeit kommen darf.

Du hast mir versprochen zu helfen; *
denn du bist mein Fels und meine Burg.

Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers, *
aus der Faust des Bedrückers und Schurken!

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht, *
meine Hoffnung von Jugend auf.

Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich, +
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer; *
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Für viele bin ich wie ein Gezeichneter, *
du aber bist meine starke Zuflucht.

Mein Mund ist erfüllt von deinem Lob, *
von deinem Ruhm den ganzen Tag.

Verwirf mich nicht, wenn ich alt bin, *
verlass mich nicht, wenn meine Kräfte schwinden.

Denn meine Feinde reden schlecht von mir, *
die auf mich lauern, beraten gemeinsam;

sie sagen: «Gott hat ihn verlassen. +
Verfolgt und ergreift ihn! *
Für ihn gibt es keinen Retter.»

Gott, bleib doch nicht fern von mir! *
Mein Gott, eile mir zu Hilfe!

Alle, die mich bekämpfen, *
sollen scheitern und untergehn;

über sie komme Schmach und Schande, *
weil sie mein Unglück suchen.

Ich aber will jederzeit hoffen, *
all deinen Ruhm noch mehren.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden +
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag; *
denn ich kann sie nicht zählen.

Antiphon

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

3. Antiphon

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

III

Ich will kommen in den Tempel Gottes, des Herrn, *
deine großen und gerechten Taten allein will ich rühmen.

Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf *
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.

Auch wenn ich alt und grau bin, *
o Gott, verlass mich nicht,

damit ich von deinem machtvollen Arm der Nachwelt künde, +
den kommenden Geschlechtern von deiner Stärke *
und von deiner Gerechtigkeit, Gott, die größer ist als alles.

Du hast Großes vollbracht. *
Mein Gott, wer ist wie du?

Du ließest mich viel Angst und Not erfahren. +
Belebe mich neu, *
führe mich herauf aus den Tiefen der Erde!

Bring mich wieder zu Ehren! *
Du wirst mich wiederum trösten.

Dann will ich dir danken mit Saitenspiel *
und deine Treue preisen;

mein Gott, du Heiliger Israels, *
ich will dir auf der Harfe spielen.

Meine Lippen sollen jubeln, +
denn dir will ich singen und spielen, *
meine Seele, die du erlöst hast, soll jubeln.

Auch meine Zunge soll von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen Tag. *
Denn alle, die mein Unglück suchen, müssen vor Scham erröten und scheitern.

Antiphon

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

KURZLESUNG 1 Tim 1,12

Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat: Christus Jesus, unserem Herrn. Er hat mich für treu gehalten und in seinen Dienst genommen.

RESPONSORIUM

V Ich schäme mich nicht des Evangeliums. (O: Halleluja)
R Es ist eine Kraft, die uns rettet. (O: Halleluja)

Oration

Gott, du ewige Weisheit und Liebe, gib uns die Gnade, dass wir nach dem Vorbild des heiligen Bonaventura beharrlich deine Wahrheit suchen und nach immer größerer Liebe streben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

Psalm Ps 119,89-96

Gottes Gesetz ist meine Freude
Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. (Joh. 13,34)

I

Herr, dein Wort bleibt auf ewig, *
es steht fest wie der Himmel.

Deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht; *
du hast die Erde gegründet, sie bleibt bestehen.

Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute *
und dir ist alles dienstbar.

Wäre nicht dein Gesetz meine Freude, *
ich wäre zugrunde gegangen in meinem Elend.

Nie will ich deine Befehle vergessen; *
denn durch sie schenkst du mir Leben.

Ich bin dein, errette mich! *
Ich frage nach deinen Befehlen.

Frevler lauern mir auf, um mich zu vernichten; *
doch mein Sinn achtet auf das, was du gebietest.

Ich sah, dass alles Vollkommene Grenzen hat; *
doch dein Gebot kennt keine Schranken.

Antiphon

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

2. Antiphon

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

II

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. *
Lass mich doch niemals scheitern!

Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit, *
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort, *
zu dem ich allzeit kommen darf.

Du hast mir versprochen zu helfen; *
denn du bist mein Fels und meine Burg.

Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers, *
aus der Faust des Bedrückers und Schurken!

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht, *
meine Hoffnung von Jugend auf.

Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich, +
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer; *
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Für viele bin ich wie ein Gezeichneter, *
du aber bist meine starke Zuflucht.

Mein Mund ist erfüllt von deinem Lob, *
von deinem Ruhm den ganzen Tag.

Verwirf mich nicht, wenn ich alt bin, *
verlass mich nicht, wenn meine Kräfte schwinden.

Denn meine Feinde reden schlecht von mir, *
die auf mich lauern, beraten gemeinsam;

sie sagen: «Gott hat ihn verlassen. +
Verfolgt und ergreift ihn! *
Für ihn gibt es keinen Retter.»

Gott, bleib doch nicht fern von mir! *
Mein Gott, eile mir zu Hilfe!

Alle, die mich bekämpfen, *
sollen scheitern und untergehn;

über sie komme Schmach und Schande, *
weil sie mein Unglück suchen.

Ich aber will jederzeit hoffen, *
all deinen Ruhm noch mehren.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden +
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag; *
denn ich kann sie nicht zählen.

Antiphon

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

3. Antiphon

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

III

Ich will kommen in den Tempel Gottes, des Herrn, *
deine großen und gerechten Taten allein will ich rühmen.

Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf *
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.

Auch wenn ich alt und grau bin, *
o Gott, verlass mich nicht,

damit ich von deinem machtvollen Arm der Nachwelt künde, +
den kommenden Geschlechtern von deiner Stärke *
und von deiner Gerechtigkeit, Gott, die größer ist als alles.

Du hast Großes vollbracht. *
Mein Gott, wer ist wie du?

Du ließest mich viel Angst und Not erfahren. +
Belebe mich neu, *
führe mich herauf aus den Tiefen der Erde!

Bring mich wieder zu Ehren! *
Du wirst mich wiederum trösten.

Dann will ich dir danken mit Saitenspiel *
und deine Treue preisen;

mein Gott, du Heiliger Israels, *
ich will dir auf der Harfe spielen.

Meine Lippen sollen jubeln, +
denn dir will ich singen und spielen, *
meine Seele, die du erlöst hast, soll jubeln.

Auch meine Zunge soll von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen Tag. *
Denn alle, die mein Unglück suchen, müssen vor Scham erröten und scheitern.

Antiphon

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

KURZLESUNG 1 Tim 3,13

Wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.

RESPONSORIUM

V Wenn nicht der Herr das Haus baut. (O: Halleluja)
R Mühn sich umsonst, die daran bauen. (O: Halleluja)

Oration

Gott, du ewige Weisheit und Liebe, gib uns die Gnade, dass wir nach dem Vorbild des heiligen Bonaventura beharrlich deine Wahrheit suchen und nach immer größerer Liebe streben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Herr Jesus Christus,
du gingst heim zum Vater,
thronst ihm zur Rechten
über allen Welten;
doch deine Jünger
lässt du nicht als Waisen
hier auf der Erde.

Du schickst als Beistand
deinen Geist der Wahrheit.
Er schenkt uns Einsicht,
gibt uns Licht und Hoffnung.
Er führt die Kirche
sicher durch die Zeiten
hin zur Vollendung.

Er weckt Propheten,
die dem Volk vorangehn
und es voll Umsicht
auf dem Weg geleiten.
Hirten bestellt er,
ist in ihren Worten
nahe den Deinen.

Sie geben Zeugnis,
reden unerschrocken,
stärken die Schwachen,
sammeln die Zerstreuten,
lehren in Vollmacht,
helfen ihren Brüdern,
dich zu bekennen.

Lob sei dem Vater
auf dem höchsten Throne,
Lob sei dem Sohne,
den er uns gesandt hat,
Lob sei dem Geiste,
der von beiden ausgeht,
immer und ewig. Amen.

PSALMODIE

Unsere Augen schauen auf den Herrn, bis er uns gnädig ist.

1. Antiphon

Psalm Ps 123 (122),1-4

Zu Gott erhebe ich meine Augen
Die beiden Blinden riefen laut: Herr! Sohn Davids! Hab Erbarmen mit uns! (Vgl. Mt 20,30)

Ich erhebe meine Augen zu dir, *
der du hoch im Himmel thronst.

Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, *
wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,

so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, *
bis er uns gnädig ist.

Sei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig, *
denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,

übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott, *
von der Verachtung der Stolzen.

Antiphon

Unsere Augen schauen auf den Herrn, bis er uns gnädig ist.

2. Antiphon

Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm Ps 124 (123),1-8

Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn
Der Herr sagte zu Paulus: Fürchte dich nicht! Denn ich bin mit dir. (Apg 18,9.10)

Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt *
- so soll Israel sagen -,

hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt, *
als sich gegen uns Menschen erhoben,

dann hätten sie uns lebendig verschlungen, *
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.

Dann hätten die Wasser uns weggespült, *
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.

Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen, *
die wilden und wogenden Wasser.

Gelobt sei der Herr, *
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.

Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen, *
das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.

Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat.

Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Antiphon

Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

3. Antiphon

Gott hat uns erwählt, seine Kinder zu werden durch Jesus Christus.

Canticum Eph 1,3-10

Gottes Heilsplan

Gepriesen sei Gott, *
der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus.

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet *
durch unsre Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, *
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, *
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, *
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; +
durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden *
nach dem Reichtum seiner Gnade.

Durch sie hat er uns reich beschenkt *
mit aller Weisheit und Einsicht

und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, *
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:

die Fülle der Zeiten heraufzuführen in Christus *
und alles, was im Himmel und auf Erden ist, in ihm zu vereinen.

Antiphon

Gott hat uns erwählt, seine Kinder zu werden durch Jesus Christus.

KURZLESUNG 1 Petr 5,1-4

Eure Ältesten ermahne ich, da ich ein Ältester bin wie sie und ein Zeuge der Leiden Christi und auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird:
Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung;
seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde!
Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.

RESPONSORIUM

R Das ist der Freund seiner Brüder, * für das Heil seines Volkes tritt er ein vor Gott. - R
V Für seine Brüder gab er das Leben hin. * Für das Heil seines Volkes tritt er ein vor Gott.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Dies ist der treue und kluge Verwalter: Der Herr hat ihn eingesetzt, damit er seinen Dienern Nahrung gibt zur rechten Zeit. (O: Halleluja.)

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Dies ist der treue und kluge Verwalter: Der Herr hat ihn eingesetzt, damit er seinen Dienern Nahrung gibt zur rechten Zeit. (O: Halleluja.)

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, dem Hirten seines Volkes:

R Herr, komm deinem Volk zu Hilfe.

Du hast deiner Kirche immer wieder heilige Priester als Hirten geschenkt;
- sende deinen Gläubigen allezeit gute Seelsorger.

Du hast den Hirten der Kirche den Dienst der Versöhnung anvertraut;
- gib, dass sie ihn treu verwalten.

Du bist es, der den Seelsorgern Kraft von oben verleiht;
- erfülle alle, die dein Volk führen, mit Heiligem Geist.

Du selber bist das Erbteil aller, die du zu Seelsorgern berufen hast;
- lass keinen von ihnen verlorengehen.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du bist der ewige Lohn deiner Diener;
- schenke den verstorbenen Seelsorgern und allen Gläubigen das ewige Leben.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, du ewige Weisheit und Liebe, gib uns die Gnade, dass wir nach dem Vorbild des heiligen Bonaventura beharrlich deine Wahrheit suchen und nach immer größerer Liebe streben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Nimm gnädig, guter Herr und Gott,
uns diese Nacht in deine Hut;
lass uns in dir geborgen sein:
In deinem Frieden ruht sich’s gut.

Dieweil die müden Glieder ruhn,
bleib unser Herz dir zugewandt.
Wir sind dein Volk, das dir vertraut:
Beschütze uns mit starker Hand.

Dir sei, Gott Vater, Sohn und Geist,
die Ruhe dieser Nacht geweiht.
Umfängt uns einst des Todes Nacht,
führ uns ins Licht der Herrlichkeit. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Herr, du bist ein gnädiger Gott, voll Langmut und reich an Erbarmen.

Psalm Ps 86,1-17

Psalm Gott rettet und tröstet
Gepriesen sei Gott, der uns tröstet in all unserer Not. (Vgl. 2 Kor 1,3-4)

Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr! *
Denn ich bin arm und gebeugt.

Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! *
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! *
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.

Herr, erfreue deinen Knecht, *
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, *
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.

Herr, vernimm mein Beten, *
achte auf mein lautes Flehen!

Am Tag meiner Not rufe ich zu dir, *
denn du wirst mich erhören.

Herr, unter den Göttern ist keiner wie du, *
und nichts gleicht den Werken, die du geschaffen hast.

Alle Völker kommen und beten dich an, *
sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre.

Denn du bist groß und tust Wunder; *
du allein bist Gott.

Weise mir, Herr, deinen Weg; *
ich will ihn gehen in Treue zu dir.

Richte mein Herz darauf hin, *
allein deinen Namen zu fürchten!

Ich will dir danken, Herr, mein Gott, aus ganzem Herzen, *
will deinen Namen ehren immer und ewig.

Du hast mich den Tiefen des Totenreichs entrissen. *
Denn groß ist über mir deine Huld.

Gott, freche Menschen haben sich gegen mich erhoben, +
die Rotte der Gewalttäter trachtet mir nach dem Leben; *
doch dich haben sie nicht vor Augen.

Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, *
du bist langmütig, reich an Huld und Treue.

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, +
gib deinem Knecht wieder Kraft *
und hilf dem Sohn deiner Magd!

Tu ein Zeichen und schenke mir Glück! +
Alle, die mich hassen, sollen es sehen und sich schämen, *
weil du, Herr, mich gerettet und getröstet hast.

Antiphon

Herr, du bist ein gnädiger Gott, voll Langmut und reich an Erbarmen.

KURZLESUNG 1 Thess 5,9-10

Gott hat uns nicht für das Gericht seines Zornes bestimmt, sondern dafür, dass wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, das Heil erlangen.
Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben, ob wir nun wachen oder schlafen.

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr, schenke uns eine ruhige Nacht und erholsamen Schlaf. Was wir heute durch Wort und Werk an Gutem ausgesät haben, das lass Wurzel schlagen und wachsen und heranreifen für die ewige Ernte. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

15. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Im Jahreskreis

Montag, 15. Juli 2024
29. Kalenderwoche

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.